Shangh Eye, Expo 2010

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Architekturführer zum modernen Shanghai
Das Projekt ist als Erweiterung des visual communication network für die “Expo 2010, World Exhibition in Shanghai” konzipiert.
Die Stadt Shanghai ist die Geburtsstädte des modernen China; die Architektur des modernen Shanghai steht exemplarisch für beides: Sie ist das Mittel, aber auch der Ausdruck der gesellschaftlichen Erneuerung und sozialen Veränderung Chinas.
Hauptanliegen des Projektes ist es, die räumlichen und zeitlichen Prozesse für den Betrachter auf eine neue, interaktive Art erlebbar zu machen. Die Informationen über die Architektur sollen dabei keiner qualitativen Wertung unterzogen werden, sondern Architekturproduktion in ihrer permanenten Prozesshaftigkeit gezeigt werden.

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Das Tempo der Veränderung unserer Städte hat in China eine neue “Benchmark” erreicht.
Während in den klassischen Großstädten in Europa die Transformation sichtbar bleibt, weil genügend vertraute Anhaltspunkte bestehen bleiben, verliert sich die rasante Entwicklung in Chinas Megacities oft in ihrer fehlenden Relativität.
Das Projekt: “Shang_eye” soll nun einen künstlichen “Anker” schaffen, an dem man die Veränderung wieder wahrnehmen kann.Die Objekte sollen als urbane Möbel entlang der berühmten “The Bund”- Promenade” entlang des Huangpu Flusses in Shanghai aufgestellt werden.

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Sie bieten ausgesuchte “Ausblicke” auf das neue Stadtzentrum “Pu Dong” [der “neue Bund”] welches sich etwa hundert Meter entfernt am anderen Ufer ausbreitet.
Durch die spezifische, konische Form der Objekte wird der “Augenblick” zeitlich und örtlich gerahmt und fokussiert. Zusätzlich beeinhalten sie allgemeine Informationen über die Stadt und die Ausblicke, die einerseits in den innenflächen der Objekte aufgedruckt sind, anderseits über Touchscreens abrufbar sind.
Es ist das Ziel, die Objekte mittels Photovotaik-Matten Energieautark zu machen.

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Die Objekte sind aus Stahlblech, aussen Rubin-Rot lackiert, innen verspiegelt und auf Hochglanz poliert. So vielfältig die Formen aussehen, sind es doch alles abwickelbare Flächen, die sich leicht herstellen lassen. Sie werden mittels Stahlprofilen auf die vorhandene Brüstung montiert.
Das Projekt ist inspiriert durch Prinzip des “Einrahmen des Ausblicks”, einem der fundamentalen Prinzipien der tradionellen chinesische Landschaftsgestelltung und Gartenkunst. Der ältere Begriff für Feng Shui ist Kan Yu, eine Kurzform für den Begriff: „Den Himmel und die Erde beobachten“.
Im grossen Masstab symbolisiert die Freiraumgestaltung das freie Fließen des „Qi“.
Im Detail soll die verspiegelte Innenseite des Objektes den Beobachter selbst ins Zentrum des Geschens stellen, ihn als lebendiges Gegenüber einer sich stetig verändernden Stadtlandschaft begreifbar machen.

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